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Download: Das neue alte Münster

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Die Nachkriegszeit in Filmdokumenten Videodatei im mp4-Format, 2017 Film ca. 43 Min., s/w... mehr
Produktinformationen "Download: Das neue alte Münster"

Die Nachkriegszeit in Filmdokumenten

Videodatei im mp4-Format, 2017
Film ca. 43 Min., s/w und Farbe
Auflösung: 756 x 567 (Standard)
Video-Format: 4:3
Dateigröße: 687,6 MB

PDF-Version des Begleitheftes

 

 

 

 

Als am Ostermontag, dem 2. April 1945, britische und amerikanische Truppen in Münster einrückten, ergriffen sie Besitz von einer Trümmerwüste. 90 Prozent der Häuser in der Altstadt sowie die Wasser-, Strom- und Gasversorgung Münsters waren zerstört, die Bevölkerungszahl war auf unter 25.000 Menschen geschrumpft. Sie wohnten häufig in Ruinen, Kellern und Bunkern. Als der Filmamateur Werner Strumann 1948 mit seiner Kamera durch Münster ging, hatte sich die Stadt verändert. Es gab nun viel mehr Leben als in den Filmaufnahmen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Busse verkehrten wieder und die Stadt war voller Menschen.

Trotz des Ausmaßes der Zerstörung  war man sich in Münster weitgehend einig, dass die Struktur der Altstadt wie auch der Prinzipalmarkt in etwa so wieder hergestellt werden sollten, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatten. Obwohl auswärtige Fachleute das als unzeitgemäß und „große Maskerade“ ablehnten, wurde der historisierende Wiederaufbau umgesetzt. Auch Rathaus, Dom und Schloss entstanden im alten Gewand neu. Doch in den 1950er Jahren kamen einige moderne Bauten hinzu: wie der Kiffe-Pavillon, die Landwirtschaftskammer oder das Stadttheater – der damals gewagte und richtungsweisende Bau ging in die deutsche Architekturgeschichte nach 1945 ein.

Knapp 15 Jahre nach Kriegsende drehte der Kaufmann und Amateurfilmer Franz Josef Görtz das Stadtporträt „Münster ist eine Reise wert“. Der Film von 1959 war keine nüchterne Bestandsaufnahme, sondern präsentierte Münster in ausgesuchten Bildern. Kein Wunder, dass der Film, der eigentlich für einen Amateurfilmwettbewerb gedreht worden war, damals von der Stadt angekauft wurde.
Auf der Basis historischer Filmdokumente beleuchtet Filmautor Markus Schröder diese Zeit nach dem Krieg, in der die Stadt in nur wenigen Jahren aus den Trümmern neu entstand. Die meist privaten Filmaufnahmen sind Dokumente der immensen Zerstörung, der jahrelangen Räumarbeiten und aufwändiger Wiederaufbauleistungen. Sie zeigen die neu entstehende Infrastruktur, Wohngebäude und alte und neue Wahrzeichen der Stadt.

 

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