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Download: Bahnhof der Bergleute

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Ein Film von Jörg Keweloh Videodatei im mp4-Format, 1992/1993 Film ca. 30 Min., Farbe... mehr
Produktinformationen "Download: Bahnhof der Bergleute"

Ein Film von Jörg Keweloh

Videodatei im mp4-Format, 1992/1993
Film ca. 30 Min., Farbe
Auflösung: 756 x 567 (Standard)
Video-Format: 4:3
Dateigröße: 650 MB

 „Nach meiner Meinung ist es unbedingt notwendig, den Bergleuten ein Denkmal zu setzen“, sagt der Künstler Alfred Schmidt über sein Projekt, den von ihm gestalteten U-Bahnhof Consolidation in Gelsenkirchen.
Jörg Keweloh vom Medienzentrum Ruhr e.V. (link) porträtiert in dem Film „Bahnhof der Bergleute“ den Künstler Alfred Schmidt, der bereits seit 1972 den Bergbau zum Hauptthema seiner künstlerischen Arbeit gemacht hatte und mit dem „Bahnhof der Bergleute“ sein größtes Projekt umsetzte.
Nach über 2.000 Fahrten unter Tage und zahlreichen Skizzen fertigte Schmidt Zeichnungen an, die zu Gesamtbildern von bis zu 9 x 4 Meter zusammengesetzt und auf 540 Emailleplatten gebrannt wurden. Diese Bilder sind der wichtigste Teil der ca. 100 Meter langen Fläche des U-Bahnhofs Consolidation in Gelsenkirchen. Verbunden werden die Bilder durch skizzenhafte Darstellung der Gesteinsstrukturen rund um den Bahnhof, die für den nicht-fachkundigen Fahrgast zunächst wie einfache Wellenmuster aussehen. Ziel der großformatigen Bilder ist es, die Fahrgäste mit in die Situation unter Tage hineinzunehmen.
Neben diesem konkreten Projekt begleitete Keweloh auch die Mahnwachen im Jahr 1993, bei denen Bergleute verschiedener Zechen gegen den starken Rückbau und den Arbeitsplatzverlust demonstrierten. Damit erhielt das Projekt „Bahnhof der Bergleute“ einen erweiterten Kontext, da die Bilder im Bahnhof den Bezug zum Bergbau erhalten sollten, obgleich die Zeche Consolidation 1993 geschlossen wurde.

Das Medienzentrum Ruhr (MZR) wurde von Jörg Keweloh, Thomas Briele und einigen Kommilitonen der Kunstpädagogik 1981 gegründet und hatte sich zum Ziel gesetzt, durch Filme gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Ziel war es, neue Arten der filmischen Berichterstattung zu etablieren und neue Akteure in den Vordergrund zu stellen. Dabei ging es ihnen um Menschen in besonderen Konfliktlagen, die sie begleiteten und mit denen sie neue Handlungsoptionen aufzeigen wollten. Diesem Anspruch entsprechend fokussierte sich die Arbeit inhaltlich auf die Bereiche der Arbeiter- und Friedensbewegung, des Umweltschutzes, der Frauenbewegung und auch der internationalen Solidarität. Ende der 1980er Jahren änderte sich die Schwerpunktsetzung des MZR, als sich die Gründungsmitglieder, bis auf Keweloh, aus der aktiven Arbeit zurückzogen. Keweloh, der neben der Arbeit für das MZR auch als freier Autor und Kameramann für verschiedene Fernsehsender arbeitete, setzte in seiner eigenen filmischen Arbeit einen neuen Schwerpunkt auf das Ruhrgebiet und konzentrierte sich auf den Strukturwandel, Integration, Alter und Soziales. Dabei entstanden zahlreiche Filme von Abrissen oder Sprengungen in den 1990er und 2000er Jahren, aber auch weitere abgeschlossene Filmprojekte zu den verschiedenen Bereichen.
Nach dem Tod von Jörg Keweloh übernahm das LWL-Medienzentrum zusammen mit dem LWL-Industriemuseum einen Bestand von über 3.000 Dateien. Einige der fertiggestellten Filmproduktionen des MZR gibt das LWL-Medienzentrum nun neu heraus.

 

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