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Download: Abriß – ein Förderturm wird demontiert. Zeche Prosper II/Bottrop

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Produktinformationen "Download: Abriß – ein Förderturm wird demontiert. Zeche Prosper II/Bottrop"

Videodatei im mp4-Format, 1992
Film ca. 18 Min., Farbe
Auflösung: 756 x 567 (Standard)
Video-Format: 4:3
Dateigröße:439 MB

„Diese Gestelle haben sich verselbstständigt, sie gelten nicht als ästhetische Symbole des Bergbaus. Ehemals mit einer grauen Hülle verkleidet, stehen sie wie nutzlose Schachteln in der Gegend“, schreibt Jörg Keweloh, Filmemacher und Produzent des Filmes „Abriß – ein Förderturm wird demontiert“ in seinen Notizen zu diesem Film.

„Diese Gestelle“, gemeint sind die Fördergerüste der Zechen und Industrieanlagen, wurden und werden infolge des „Strukturwandels“ zu großen Teilen abgerissen oder gesprengt.
Der „Strukturwandel“ beschreibt einen Prozess, der in den 1950er Jahren seinen Anfang nahm, bis in die Gegenwart läuft und das Bild des Ruhrgebiets nachhaltig ändert. Aus ehemaligen Zechen und kohleverarbeitenden Industrieanlagen wurden und werden Naherholungs-, Industrie- und Wohngebiete. Aus der ehemaligen Arbeiterregion Ruhrgebiet entsteht eine Region, die ihre Neuausrichtung noch finden muss.
Der Film „Abriß – ein Förderturm wird demontiert“ von 1992 zeigt einmalige Aufnahmen über den Abbau des Turmfördergerüstes von Schacht 8 auf der Zeche Prosper II in Bottrop. Der Turm war erst 1968 neu aufgebaut worden, obwohl die Kohlekrise bereits die Schließung mehrerer Zechen notwendig gemacht hatte. Nur knapp zwanzig Jahre später begannen 1986 doch die vollständigen Rückbauarbeiten, an deren Ende der im Film gezeigte Abriss stand. Aufgrund der räumlichen Nähe zu den anderen Gebäuden auf dem Zechengelände konnte der Turm nicht gesprengt werden, sondern musste stückweise auseinandergeschweißt und abgetragen werden. Jörg Keweloh, ein Filmemacher des Medienzentrums Ruhr (https://www.mz-ruhr.de/) aus Essen begleitete die Arbeiter auf Wunsch der Abrissfirma bei ihrer Arbeit in 120 Meter Höhe.

Entstanden ist ein Film, der die „konstruktive Zerstörung“ zeigt, den Wandel einer Region, die von und durch den Bergbau geprägt ist. Dabei dokumentiert Keweloh die Arbeitsprozesse, zeichnet aber auch ein Portrait der Arbeiter, über die er sagt, dass sie „so spröde, offen, geradeheraus wie der Turm“ seien, aber auch recht abweisend.
1993 bekam der Film den Ersten Preis des Filmfestivals „Blicke aus dem Ruhrgebiet“, das in diesem Jahr zu ersten Mal stattfand.

Das Medienzentrum Ruhr (MZR) wurde von Jörg Keweloh, Thomas Briele und einigen Kommilitonen der Kunstpädagogik 1981 gegründet und hatte sich zum Ziel gesetzt, durch Filme gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Ziel war es, neue Arten der filmischen Berichterstattung zu etablieren und neue Akteure in den Vordergrund zu stellen. Dabei ging es ihnen um Menschen in besonderen Konfliktlagen, die sie begleiteten und mit denen sie neue Handlungsoptionen aufzeigen wollten. Diesem Anspruch entsprechend fokussierte sich die Arbeit inhaltlich auf die Bereiche der Arbeiter- und Friedensbewegung, des Umweltschutzes, der Frauenbewegung und auch der internationalen Solidarität. Ende der 1980er Jahren änderte sich die Schwerpunktsetzung des MZR, als sich die Gründungsmitglieder, bis auf Keweloh, aus der aktiven Arbeit des Vereins zurückzogen. Keweloh, der neben der Arbeit für das MZR auch als freier Autor und Kameramann für verschiedene Fernsehsender arbeitete, setzte in seiner eigenen filmischen Arbeit einen neuen Schwerpunkt auf das Ruhrgebiet und konzentrierte sich auf den Strukturwandel, Integration, Alter und Soziales. Dabei entstanden zahlreiche Filme von Abrissen oder Sprengungen in den 1990er und 2000er Jahren, aber auch weitere abgeschlossene Filmprojekte zu den verschiedenen Bereichen.
Nach dem Tod von Jörg Keweloh übernahm das LWL-Medienzentrum zusammen mit dem LWL-Industriemuseum einen Bestand von über 3.000 Dateien. Einige der fertiggestellten Filmproduktionen des MZR gibt das LWL-Medienzentrum nun neu heraus.

„Diese Gestelle haben sich verselbstständigt, sie gelten nicht als ästhetische Symbole des Bergbaus. Ehemals mit einer grauen Hülle verkleidet, stehen sie wie nutzlose Schachteln in der Gegend“, schreibt Jörg Keweloh, Filmemacher und Produzent des Filmes „Abriß – ein Förderturm wird demontiert“ in seinen Notizen zu diesem Film.

 

 

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